Drei Tote & explodierender Waffenschrank

3. November 2011 No Comments by Christian

Es sind 7:15 Uhr am Donnerstagmorgen, als die Information des Polizeipräsidiums Oberfranken bei mir aufläuft. In einer ersten Mitteilung wird von einem Frontalzusammenstoß zweier Autos geschrieben, bei dem mindestens ein Fahrzeug brennen sollte. Fünf Personen seien schwer verletzt, drei Rettungshubschrauber. Bei meinem Eintreffen gegen 7:40 Uhr wurden zwei Patienten in die Hubschrauber eingeladen, Feuerwehrleute hielten an der Unfallstelle jedoch noch Decken hoch. Dahinter lagen zwei abgedeckte Leichen auf der Straße. Zwei Männer, beide 53 Jahre, die im Fond-Bereich des unfallverursachenden Autos saßen und nicht angeschnallt waren. Aufgrund dieser Tatsache ist auch davon auszugehen, dass der Beifahrer diesesn schlimmen Unfall nicht überlebte. Weiteres hierzu aus der Polizeimeldung:

B 279 / BAUNACH, LKR. BAMBERG. Drei Tote und zwei Schwerverletzte sind die Bilanz eines tragischen Verkehrsunfalles vom Donnerstagmorgen auf der Bundesstraße B279 bei Baunach.

Gegen 6.45 Uhr fuhr ein mit vier Männern besetzter VW Golf aus dem Landkreis Bamberg von Baunach in Richtung Reckenneusig. Kurz vor dem Ortseingang Reckenneusig geriet der Golf auf der B279 aus bislang ungeklärter Ursache nach links auf die Gegenspur und stieß hier frontal mit einem entgegenkommenden Citroen Lieferwagen aus dem Landkreis Bamberg zusammen. Durch den heftigen Zusammenstoß fing der Volkswagen im Motorraum sofort Feuer. Ersthelfern und der alarmierten Feuerwehr gelang es die Flammen zu löschen. Für zwei 53 Jahre alte Männer aus dem Landkreis Bamberg, die auf der Rücksitzbank des VW saßen, kam allerdings jede Hilfe zu spät. Sie waren vermutlich sofort tot. Ersthelfer reanimierten den 31-jährigen Beifahrer des Golf aus dem Landkreis Haßberge. Ein Rettungshubschrauber transportierte ihn in ein Krankenhaus, wo er jedoch kurze Zeit später ebenfalls seinen schweren Verletzungen erlag. Der 24-jährige Fahrer des VW wurde mit einem weiteren Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Er erlitt ebenso wie der 58-jährige Fahrer des Lieferwagens schwere Verletzungen.

 

Am Nachmittag heulten schließlich direkt im Bamberger Umland die Sirenen. Aus einem Dachstuhl in Wildensorg quoll dichter Rauch hervor. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen bereits die Flammen empor, keine Viertelstunde später war das Dachgeschoss ausgebrannt. Der Hausbesitzer berichtete von einem Waffenschrank und in der Tat waren nicht nur regelmäßige Detonationen zu hören, sondern auch einzelne Munitionshülsen auf der Straße zu finden, die scheinbar explodiert waren. Auch hierzu der Polizeibericht:

Rund 120.000 Euro Sachschaden entstanden am Donnerstagnachmittag beim Brand eines Wohnhauses in Wildensorg.
Gegen 14.30 Uhr stellte ein 45-jähriger Hausbewohner das Feuer im Dachgeschoss des freistehenden Zweifamilienhauses in der Stegauracher Straße fest. Der Mann unternahm zwar noch eigene Löschversuche, konnte aber ein Ausbreiten der Flammen nicht mehr verhindern. Der Brand griff rasch auf den Dachstuhl über, so dass der 45-Jährige ins Freie flüchten musste. Bei seinen Löschversuchen zog er sich leichte Verletzungen zu. Der Rettungsdienst transportierte ihn vorsorglich in ein Krankenhaus.

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